Achillessehnenentzündung / Achillessehnenreizung

Hier erklären wir Ihnen die Entstehung, die Ursachen, die Symptome und die Behandlungsmöglichkeiten einer Achillessehnenentzündung.

 

Ursachen

Wie genau entsteht eine Reizung oder eine Entzündung der Achillessehne? Achillodynie ist ein Oberbegriff für Schmerzsyndrome an der Achillessehne. Diese können je nach Schweregrad von Mikroverletzungen über Reizungen bis hin zu Entzündungen reichen.

Die Ursachen für eine Achillodynie sind vielfältig. Besonders häufig betroffen sind männliche Sportler zwischen 35 und 45 Jahren. Zu den Auslösern zählen z. B.:

  • abgelaufenes Schuhwerk
  • ruckartige Belastungen wie bei Sprints oder Sprüngen
  • Läufe auf hartem oder unebenem Untergrund
  • eine dauerhaft verkürzte Wadenmuskulatur
  • Medikamente wie Kortikoide
  • Gelenkerkrankungen wie Rheuma
  • Übergewicht
  • vorausgegangene Sehnen- oder Bandverletzungen
  • Achsenabweichung im Sprunggelenk (Senkspreiz-Fuß, Knickfuß)

 

Achillessehnenentzündungen entstehen häufig durch Überbelastung.

Symptome

Schmerzen an der Achillessehne zeigen sich zuerst nur bei Belastung. Wenn die Erkrankung weiter fortgeschritten ist, kann es auch im Ruhezustand zu Schmerzen kommen. Auf Druck reagiert die Sehne bei einer Reizung oder Entzündung besonders sensibel. Äußere Anzeichen sind Schwellungen, Rötungen und eine Überwärmung der Haut im Bereich der Achillessehne. Ab und zu kann man sogar ein Knirschen hören, wenn der Fuß in Bewegung ist.


Diagnose

Um eine Achillodynie festzustellen, tastet der Arzt den unteren Bereich der Achillessehne ab. Der Patient verspürt Schmerzen, wenn Druck auf die entzündete Stelle ausgeübt wird. In vielen Fällen ist die Achillessehne auch deutlich verdickt. Zur Absicherung der Diagnose werden bildgebende Verfahren wie z. B. ein Ultraschall genutzt.

 

Vorbeugung

Keine Sehne im menschlichen Körper ist stärker als die Achillessehne. Da eine Reizung immer von einer Überlastung der Sehne kommt, sind Sportler besonders häufig betroffen. Das Risiko für eine Erkrankung ist bei Läufern und Spielern von Ballsportarten wie Fußball, Basketball, Handball und Squash überdurchschnittlich hoch.

Zur Vorbeugung ist richtiges Schuhwerk und die richtige Lauftechnik essentiell. Wer sich vor dem Sport ausgiebig aufwärmt und die Wadenmuskulatur dehnt, kann Achillessehnenbeschwerden zuvorkommen. Eine einfache Übung für den Alltag ist das Auf- und Niederwippen auf einer Treppenstufe. Hierfür stellt man sich erst auf die Zehen und senkt dann die Fersen unter das Niveau der Stufe. Empfohlen werden 30 Wiederholungen täglich.

 

Äußere Anzeichen einer Achillessehnenentzündung: Schwellungen, Rötungen und eine Überwärmung der Haut.

Konservative Therapie

In bis zu 80% der Fälle ist eine nicht-operative Therapie im Falle einer Achillodynie erfolgreich. Gegen akute Schmerzen können entzündungshemmende Salben und Medikamente helfen sowie das Kühlen des betroffenen Areals. Für Entlastung sorgen neben einer Sportunterbrechung auch orthopädische Einlagen und Orthesen. Durch physiotherapeutische Dehn- und Kräftigungsübungen sowie durchblutungsfördernde Massagen lassen sich eine schmerzende Ferse und Achillessehne ebenfalls wirkungsvoll behandeln.

 

Operation und Nachsorge

Operiert wird im Falle einer Achillodynie nur, wenn durch konservative Therapiemöglichkeiten nach 3 bis 6 Monaten keine Besserung eingetreten ist. In der Operation wird entweder entzündetes Gewebe entfernt oder die Sehnenhaut gespalten, um die Achillessehne zu entlasten.

Nach der Operation muss der Fuß für 4 bis 8 Wochen ruhig gestellt werden, hierfür eignet sich z. B. eine Unterschenkel-Fuß-Orthese . Danach folgt Physiotherapie mit dehnenden, mobilisierenden und kräftigenden Übungen.

 

Sonderfall Haglundferse

Mögliche Ursache einer Achillodynie kann auch eine sogenannte Haglundferse sein. Das ist eine Vorwölbung des Fersenbeinhöckers (Tuber calcanei), eines Knochvorprungs am Ende des Fersenbeins. Diese Deformität kann ebenfalls zu einer Reizung oder Entzündung der Achillessehne und des darunterliegenden Schleimbeutels führen. Das knöcherne Überbein der Haglundferse wird mittels Röntgen oder MRT diagnositiziert. Die Behandlung erfolgt zunächst konservativ mittels Einlagen und Physiotherapie. Führt dies nicht zum Erfolg, kann die Vorwölbung durch einen minimal-invasiven Eingriff entfernt werden.

 

Bandagen, wie die Dynamics Plus Achillesbandage, sorgen für gezielte Entlastung.

Folgende Produkte können Linderung schaffen:

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